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Herbst

Liebe Naturfreunde,
am 23. September wechselt die Sonne in ihrem Umlauf entlang der Ekliptik, von dem Stern/Zeichen Jungfrau in die Waage: Der Herbst beginnt.

Dann sind die Getreidefelder in der Regel abgeerntet. Hier sehen Sie einen alten Mähdrescher im Roggenfeld.

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Die frei gewordenen Flächen sind in der Regel schon neu eingesäät worden.

Kräuterfreunde haben die inensive Erntezeit hinter sich gebracht und freuen sich auf beschauliche Ernten.

Wenn Sie einen Tee für Leber und Galle herstellen möchten, so verwenden Sie im Herbst die Wurzen vom Löwenzahn.

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Ende September, im Oktober und eventuell auch im November ist die Erntezeit der Wurzeln.
Falls Sie im Frühjahr mit den Blüten einen Heilschnaps angesetzt haben, so sollten Sie jetzt gesäuberte und kleingeschnittenen Wurzelstücke in diesen Ansatz geben. Damit verstärken Sie die gesundheitlichen Wirkungen des Heilschnapses. Die Hauptbedeutung liegt in der Anregung der Gallensaftproduktion. Das wiederum erleichtert viele Stoffwechselvorgänge und sogar das Hautbild kann sich verbessern.
Nach einigen Wochen entfernen Sie die festen Bestandteile vom Schnaps und gießen das Ganze in eine dunkle Flasche. Den Inhalt können Sie als Likör genießen oder mit Wasser verdünnen.
Wenn Sie Wurzelstücke alleine ansetzten, so sollten Sie eine weithalsige Flasche zur Hälfte damit locker befüllen und darauf einen hochprozentigen Schnaps gießen. Das Ganze mindestens vier Wochen ziehen lassen, immer mal wieder schütteln und dann abseihen. Wenn Sie jetzt probieren, merken Sie ob, und welche Menge an Kandiszucker dazu kommen soll.
Ich selbst lasse das Ganze Monate ziehen. Als Heilschnaps soll er richtig bitter schmecken. Das jedoch ist Ansichtssache. Meine Erfahrung hat gezeigt, das solche Ansätze, die circa 5-7 Jahre alt sind wie Likör schmecken.

Neben den wunderbaren Wurzeln von Meister Löwenzahn gibt es unzählige Wurzeln der Quecke, welche wir für uns nutzen können. Dieses Gras ist meistens unerwünscht. Seine Wurzelausläufer/Rhizome stören unseren Schönheitssinn weil sie so unglaublich viele Grashalme an Orten entstehen lassen, wo der Mensch diese nicht haben möchte. Das ist leider bei Hobbygärtnern, Landwirten und Berufsgärtnern der Fall.

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 Ich jedoch freue mich über diese langen Ausläufer und trockne sie. Zuerst streife ich mit der Hand die Erde ab. Dann  nehme ich eine Handvoll und lege sie auf einen Wäscheständer. Der steht an einem warmen Tag draußen und im Schatten. Dadurch bleibt die helle Farbe der Wurzeln erhalten. Nach wenigen Tagen sind alle Wurzeln ganz durchgetrocknet. Das Büschel stecke ich so komplett in eine geeignete Schachtel mit Deckel. wenn ich eine Erkältung spüre so bereite ich mir gerne aus diesen Wurzeln einen Tee zu. Ich schneide mit einer Schere einige Wurzelstücke in eine Kanne, gieße Kochendes Wasser darauf und warte 10-15 Minuten. Dann den Tee genießen. Ich mische ihn hin und wieder mit Linden- oder Holunderblüten. Wenn Sie Lust auf Honig haben können Sie wenig Honig dazufügen. Oft werden die gesundheitlichen Wirkungen durch Honig verstärkt. Gern nasche ich die Wurzel pur. Ich kaue darauf herum und eine Weile habe ich eine Art Kaugummi. Den zähen, faserigen Rest der Wurzeln entferne ich aus dem Mund. Dieses Kauen und Lutschen ist eine Wohltat für meinen Hals.